Badentlüftung

Für den nötigen Luftwechsel und den Feuchteschutz in innen liegenden Sanitärräumen werden Einrohr-Entlüftungssysteme eingesetzt, wenn im Gebäude weder eine kontrollierte Wohnungslüftung noch eine raumlufttechnische Anlage vorgesehen ist. Für das vergleichsweise einfach zu planende Prinzip der Einrohrlüftung sind zwei wesentliche Anforderungen zu berücksichtigen: 

Die Durchdringung mehrerer Geschosse erfordert Brandschutzmaßnahmen, und die Abführung von Luft aus einem Raum verlangt zwingend, dass dieselbe Luftmenge auch wieder nachströmt.

Die Funktion von Einrohr-Entlüftungssystemen ist, verbrauchte und feuchtebelastete Luft aus Bädern und WC-Räumen abzuführen, in denen keine Fensterlüftung möglich ist. Bei jedem Duschvorgang fallen rund 1,5 l Feuchtigkeit an. Die dadurch erhöhte Konzentration der Luftfeuchte verlangt einen ausreichenden und schnellen Austausch der Raumluft.

Die Entlüftung innen liegender Räume hat als vorrangiges Schutzziel die Vermeidung von Feuchteschäden. Die Feuchtigkeit der aus Innenräumen abgeführten Luft bewirkt, dass Kondensat anfällt, welches entlang der senkrechten Hauptlüftungsleitung nach unten abläuft. Deshalb ist die Hauptleitung in Richtung des unteren Endes bis in den Keller zu führen, um dort über eine Revisionsöffnung bei Wartungsarbeiten das Kondensat zu entfernen. Diese Durchdringung der Geschossdecke verlangt wiederum brandschutztechnische Maßnahmen, beispielsweise durch einen Revisions-Enddeckel in Brandschutzausführung.

Kann die Hauptleitung nicht in das Untergeschoss geführt werden, ist eine Ableitung des Kondensates in das Entwässerungssystem nötig. Dieses Ausführungsdetail erfordert jedoch, den Kondensatablauf gemäß den geltenden Regelwerken für Entwässerungsanlagen zu behandeln - so muss zum Beispiel das Eindringen von Kanalgasen in das Entlüftungssystem vermieden werden. Eine Möglichkeit ist der Anschluss der Kondensatleitung in einen Wandeinbau-Spülkasten.