Niedertemperaturheizungen / Heizwertanlagen

In zahlreichen Wohnungen zumeist in Stadtgebieten kommen Niedertemperaturheizungen in Form von Gasetagenheizungen zum Einsatz.

Diese Heizungen haben noch immer Ihren Anwendungsbereich. Es gibt sie als reine Heizthermen oder auch als Kombithermen. Heizthermen übernehmen ausschließlich die Wärmeversorgung z. B. einer Wohnung, Kombithermen übernehmen dagegen zusätzlich die Warmwasserbereitung. Dank moderner Brenner und stromsparenden Pumpen sorgen diese Anlagen, ohne aufwändige Umbaumaßnahmen und hohe Investitionen, für einen erheblichen Zugewinn an Energieeffizienz. Im Rahmen von z. B. Modernisierungen lassen sich diese Geräte 1 zu 1 tauschen. 

In Verbindung mit einem Raumregler oder witterungsgeführten Steuerungen arbeiten diese Anlagen modulierend! In größerer Bauart stehen Niedertemperatur bzw. Heizwertanlagen für die zentrale Wärmeversorgung in Form stehender Kessel zur Verfügung.

Heizkessel in Niedertemperatur-Technologie stehen für Erdgas und Heizöl zur Verfügung Diese Anlagen erfordern die geringsten Geräte-Investitionen, zählen heute jedoch höchstens noch zum Mindeststandard.

Der Grund:

Sie nutzen die im Brennstoff enthaltene Energie nicht so effizient wie die Brennwerttechnik. Niedertemperaturkessel verbrauchen zwar 20% bis 30% weniger Brennstoff als die Generation der Uraltkessel die noch immer in einigen Heizungskellern zu finden sind, technisch machbar ist heute jedoch erheblich mehr.

Niedertemperaturkessel lassen Abgas mit bis zu 200°C ungenutzter Wärmeenergie durch den Kamin entweichen. Dabei gehen fast 10% der eingesetzten Energie verloren. Der Normnutzungsgrad von Niedertemperaturkesseln beträgt 92% bis 96%, das entspricht einer Energie-Ausnutzung über das Jahr von 87% bis 89%. Der Normnutzungsgrad beschreibt den Wirkungsgrad eines Heizkessels unter Normbedingungen, um seine Effektivität vergleichbar zu machen. Um die Anforderungen des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes für Neubauten zu erfüllen, müssen diese mindestens mit einer Solaranlage für die Warmwasserbereitung kombiniert werden.

 

Um die Anforderungen des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes für Neubauten zu erfüllen, müssen diese mindestens mit einer Solaranlage für die Warmwasserbereitung kombiniert werden.

Foto oben: Viessmann